Pilotprojekt sichtbar gemacht: Ausstellung im StadtPalais zum muslimischen Gebetsraum

Im Oktober 2019 präsentierten Architekturstudierende der Hochschule für Technik ihre Entwürfe für einen muslimischen Gebets- und Begegnungsort im Hospitalviertel. Die Ausstellung im StadtPalais war ein Meilenstein: Erstmals wurde das Projekt öffentlich sichtbar und diskutiert.

10/13/20191 min read

Nach Jahren des Diskutierens und Planens wurde das Projekt eines muslimischen Gebetsraums in Stuttgart im Herbst 2019 für die breite Öffentlichkeit sichtbar: Architekturstudierende der Hochschule für Technik Stuttgart entwickelten in Kooperation mit dem Stadtplanungsamt Konzepte für einen muslimischen Gebets- und Begegnungsort im Hospitalviertel.

Vom 9. bis 12. Oktober 2019 wurden die Entwürfe im StadtPalais – Museum für Stuttgart ausgestellt. Zur feierlichen Vernissage am 8. Oktober sprachen unter anderem Bürgermeister Dr. Martin Schairer, Dr. Ferid Kugic (Deutsche Islamische Akademie BW), Prälatin Gabriele Arnold (Evangelische Landeskirche) sowie Susanne Jakubowski (Israelitische Religionsgemeinschaft Württemberg). Damit waren Vertreter*innen unterschiedlicher Religionen und Institutionen in den Dialog eingebunden – ein klares Signal für interreligiöses Miteinander in Stuttgart.

Höhepunkt des Abends war die Prämierung der besten Entwürfe. Sie zeigten, wie ein solcher Gebetsraum architektonisch aussehen könnte: modern, offen und zugleich spirituell, eingebettet in die besondere Atmosphäre des Hospitalviertels.

Die Ausstellung war ein wichtiger Schritt: Erstmals trat die Idee eines muslimischen Gebetsraums aus den internen Runden der Gemeinden und der Verwaltung hinaus an die Öffentlichkeit. So entstand nicht nur Sichtbarkeit für das Projekt, sondern auch ein Raum für Diskussion, Anerkennung und neue Impulse.