Von der Idee zum Konzept: Klein-Jerusalem im Hospitalviertel
Zwischen 2018 und 2019 konkretisierte sich der Plan, im Stuttgarter Hospitalviertel einen muslimischen Gebetsraum einzurichten. Im Arbeitskreis „Stuttgarter Muslime“ wurde erstmals über Standorte, Konzepte und sogar Architekturprojekte gesprochen.
1/13/20191 min read


Im Juni 2018 kam im Arbeitskreis Stuttgarter Muslime erstmals die Idee auf, im Hospitalviertel – wo bereits Kirche und Synagoge stehen – auch einen muslimischen Gebetsraum zu schaffen. Vertreter der Stadt Stuttgart unterstützten den Gedanken ausdrücklich: Ein Gebetsraum in zentraler Lage würde nicht nur den praktischen Bedarf decken, sondern auch die religiöse Vielfalt Stuttgarts sichtbar machen.
Besonders Enes Begovic erinnerte daran, dass bereits 2014 eine Abfrage unter den Gemeinden eine breite Zustimmung für einen zentralen Gebetsraum ergeben hatte. Nun ging es darum, dieses Vorhaben mit belastbaren Zahlen und einem tragfähigen Konzept weiterzuentwickeln.
Im April 2019 wurde der Plan noch konkreter: Enes Begovic berichtete von einer Kooperation mit dem Stadtplanungsamt und der Hochschule für Technik Stuttgart. Architektur-Studierende sollten im Rahmen eines Wettbewerbs Entwürfe für einen temporären Gebetsraum auf dem Bosch-Areal entwickeln. Ziel war es, eine Übergangslösung zu schaffen und gleichzeitig Ideen für ein mögliches dauerhaftes muslimisches Zentrum im Hospitalviertel zu sammeln.
Damit wurde aus der abstrakten Vision erstmals ein städtebauliches Projekt: mit Standort, Flächenangaben und architektonischen Konzepten. Für die Gemeinden war klar – der Weg ist noch lang, aber der muslimische Gebetsraum in der Stuttgarter Innenstadt nimmt Form an.
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