Wie alles begann: Der erste Schritt zum Muslimischen Begegnungs- und Gebetsraum Stuttgart

2014 kamen erstmals Vertreter verschiedener muslimischer Gemeinden in Stuttgart mit der Stadtverwaltung zusammen. Was damals als Austausch über Raumnot begann, wurde zum Startpunkt für die gemeinsame Vision eines zentralen muslimischen Begegnungs- und Gebetsraums in Stuttgart.

2/11/20141 min read

Am 11. Februar 2014 fand im Stuttgarter Rathaus ein wichtiger Informationsabend statt. Vertreter verschiedener muslimischer Gemeinden – darunter die Alevitische Gemeinde, die Islamische Gemeinschaft Stuttgart, die Ahmadiyya Muslim Jamaat und die Islamische Gemeinschaft der Bosniaken – trafen sich mit dem Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung, um über ein drängendes Thema zu sprechen: den Mangel an angemessenen Räumlichkeiten für Gebet und Begegnung in Stuttgart.

Viele Gemeinden berichteten damals von beengten oder provisorischen Gebetsräumen – oft in Hinterhöfen oder Kellern –, die dem wachsenden Bedarf nicht gerecht wurden. Besonders das Freitagsgebet zog regelmäßig mehrere tausend Menschen an, die aufgrund fehlender Kapazitäten teilweise im Freien beten mussten. Auch die Frage nach einer zentralen, gut erreichbaren und repräsentativen Moschee stand im Raum.

Gemeinsam mit der Stadtverwaltung entstand so die Idee, einen muslimischen Begegnungs- und Gebetsraum zu schaffen – einen Ort, der nicht nur für das tägliche Gebet offensteht, sondern auch Austausch, Bildung und interreligiöse Begegnung ermöglicht.

Dieser Abend im Februar 2014 war der Beginn eines langen Prozesses: aus ersten Gesprächen, Bedarfsanalysen und Visionen wuchs Schritt für Schritt ein Projekt, das heute für viele Muslime in Stuttgart Hoffnung und Perspektive bedeutet.